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24 h Rennen Kelheim
Am 19. /20. Juli fand das 24 h Rennen in Kelheim statt. Die Runde auf der das Rennen stattfand, war die selbe wie beim Duathlon in Kelheim. Sie war 16,5 km lang und hatte 170 hm. Die ersten 300 Meter gingen aus der Innenstadt über Kopfsteinpflaster ehe es anschließen kurz flach ging. Im Anschluss daran mussten die Fahrer den Anstieg zur Befreiungshalle erklimmen. Es ging danach auf eine kurze Abfahrt, ehe man den Stausacker Berg in Angriff nahm. Es folgte eine längere Abfahrt, ehe man am Donaukanal auf die Bundesstraße einbog und ohne nennenswerte Anstiege nach Kelheim zurückfuhr. Windschattenfahren war erlaubt und daher war es besonders auf dem ebenen Stück nach Kelheim besonders wichtig eine Gruppe zu erwischen, damit man mit einer guten Rundenzeit rechnen konnte. In jedem Team befanden sich 5 Fahrer. Wir beide fuhren im Team gesponsert vom Gasthof Schuster aus Hochstadt (Super Wirtschaft, unbedingt hingehen!). An unseren blau-weißen Trikots mit der schwarzen Aufschrift waren wir immer gut erkennbar. Der Startfahrer, Maximilian musste 2 Runden fahren. Da ein Bekannter insgesamt 4 Teams gemeldet hatte und dieser auch schon am Freitag angereist war, war unser Aufenthaltlager bereits aufgebaut. Es befand sich im Hinterhof einer Schreinerei, welche keine 50 Meter von der Wechselzone entfernt lag. Nach einem kurzen Mittagessen und Warmfahren gab der Bürgermeister um 14 Uhr den Startschuss. Neutralisiert rollte das Feld mit 167 Fahrern, bestehend aus 128 Teamfahrern und 39 Einzelstartern, durch die eng abgesperrte Innenstadt und das Stadttor. Auf den ersten Metern der breiteren Strecke erfolgte der scharfe Start. Mit unglaublicher Geschwindigkeit wurde in den ersten Berg hinein gefahren. Knapp konnte Maximilian die erste Gruppe halten. Bis zum Gipfel des Stausacker Bergs konnte er sich immer am Ende der Spitzengruppe halten, die zu diesem Zeitpunkt nur noch aus etwa 30 Fahrern bestand. Doch als in der Abfahrt das Tempo verschärft wurde brachte der „Bergfex“ Maximilian nicht mehr genug Druck aufs Pedal um dem mörderischen Tempo hinterher zu kommen (Spitzengeschwindigkeit: 75 km/h). Den Rest der Runde zurück nach Kelheim fuhr er in einer 5er-Gruppe bevor kurz vor Kelheim eine größere Gruppe eingeholt werden konnte. Zum Ende der ersten Runde sah die Situation wie folgt aus: Vorne war eine 20 köpfige Spitzengruppe, aus der im Laufe der Runde weitere Fahrer zurückgefallen waren. Dahinter eine 3 köpfige Verfolgergruppe und dann die Gruppe mit Maxi und weiteren ca. 15 Fahrern. Diese Gruppe waren jeweils etwa eine halbe Minute auseinander. Die zweite Runde verlief ereignislos, die Gruppe harmonierte gut und verlor nur am Berg 2 Mitglieder. Maxi musste keinen Meter die Nase in den Wind halten und konnte Kräfte sparen. Die ersten beiden Runden wurden mit einem Schnitt von ca. 41 km/h gefahren. Anschließend wechselte Maxi auf den 2. Fahrer Thomas. Thomas hatte bereits Erfahrung als oftmaliger Finisher des Dolomitenradmarathons und der Hamburger Cyclassics. Dieser benötigte ca. 29 Minuten für seine Runde. Leider sind genauere Zeiten noch nicht vorhanden, da der Veranstalter Probleme mit der Zeitnahme hatte und die genauen Rundenzeiten noch nicht veröffentlicht sind. Thomas wechselte auf Benedikt. Dieser beschrieb die Runde als relativ locker, was sich aber im Laufe des Rennens ändern sollte. Er brauchte ca. 27 Minuten. Als vierter Fahrer war Wolfgang. Er war der schwächste Fahrer im Team und fuhr Rundenzeiten von 29-34 Minuten. Er wechselte auf Daniel der Rundenzeiten von 29-32 Minuten fuhr. Die nächsten Runden liefen bei uns beiden sehr gut und alle nach dem gleichen Muster. Am Berg sammelten wir Mitfahrer ein, da wir zu den schnellsten gehörten (dazu später mehr). Sobald wir ein paar etwa gleich starke Mitfahrer gefunden hatten, verständigte man sich auf ein Tempo das jeder halten konnte und gab im Flachen als Gruppe richtig Gas. Die Rundenzeiten von uns beiden pendelten sich zwischen 26-27:30 Minuten ein. Ab 21 Uhr bestand Beleuchtungspflicht. Die Rundenzeiten wurden nun langsamer. Bei uns beiden fielen sie auf 29 Minuten bei Thomas auf 30, bei Daniel und Wolfgang noch ein wenig langsamer. Um kurz vor Mitternacht begann es wie aus Eimern zu regnen. Zudem herrschte ein starker, böiger Wind, der viele Blätter auf die Strecke wehte, was die Bedingungen nicht unbedingt verbesserte. Die Rundenzeiten im Regen waren bei uns beiden ca. 4 Minuten langsamer als zuvor. Zudem fanden sich im Regen leider keine Mitfahrer. Nach zwei Einsätzen im Regen, hörte es auf und die Sonne begann ab 6 Uhr wieder zu scheinen. Endlich trocknete auch die Strecke wieder ab und die Rundenzeiten fielen bei uns beiden wieder auf unter 30 Minuten. Wir hielten unseren Wechselrhythmus das ganze Rennen, was dazu führte, dass man kontinuierlich fahren konnte. Da wir von unseren vier Teams 2 Stunden vor Schluss nur 2 Minuten hinter dem 2. Team lagen, wechselten wir auf den letzten Fahrten die Reihenfolge. Statt Wolfgang, der am Ende ziemlich platt war, fuhr nochmals Maxi und die letzte Runde für nochmals Thomas. Leider ging die Taktik nicht ganz auf und wir wurden mit ca. 2 Minuten Rückstand hinter dem 2. Team 3. in der teaminternen Wertung. In der Gesamtwertung reichten unsere 47 Runden zum 62. Platz. Insgesamt waren wir mit unserer Leistung sehr zufrieden. Wir beide waren die stärksten im Team und haben im nächsten Jahr die Chance in einem besseren Team zu fahren, um vielleicht die Top 25 zu knacken. Die Stimmung war wie auch im letzten Jahr auch dieses Mal wieder großartig. Im Zielbereich spielte eine Live-Band, die nach Aussage unseres Vaters sehr gut war. Außerdem befanden sich Essens- und Getränkebuden im Zielbereich, welche über 1000 Zuschauer anlockten, die auch lautstark anfeuerten. Am Stausacker Berg war Tour de France – Feeling pur. Am Samstagnachmittag waren etwa 200 Leute dort, die eine Gasse bildeten und Benedikt sogar anschoben. Man konnte dort einfach nicht langsam hochfahren. Auch wenn der Sonntagvormittag sehr anstrengend war und der Sonntagnachmittag fast nur mit Schlafen verbracht wurde, weshalb wir sogar die Touretappe verschliefen, lautet das Fazit: „Im nächsten Jahr wieder! Und dann noch schneller!“


Rennbericht Half Ironman Ungarn von Balazs Csoke (8 Juli 2007)
Dieses Jahr waren ca. 300 Teilnehmer am Start. Ich führte nach dem Schwimmen, aber auf dem Rad hatte ich Probleme mit meinem Vorderrad, wo eine Speiche auf den letzten 10km brach. Trotzdem konnte ich als 2. vom Rad auf die Laufstrecke, wo ich relativ ein solides Tempo laufen konnte, wurde aber noch vom besten ungarischn IM Athleten Jozsef Major auf dem letzten Km eingeholt, so dass ich einen guten 3. Schlussrang erreichte in 4 Stunden 2min und 25sek. Nun werde ich mich auf die Ungarischen IM Meisterschaften vorbereiten die am 25 August stattfinden werden.

Rennbericht von Carmen Müller 70.3 Rapperswil 03.06.07
Am letzten Ironman Switzerland in Zürich hatten die Organisatoren ein neues Rennen über die halbe Distanz angekündigt. Da war für mich klar – da muss ich einfach dabei sein.
Jetzt stehe ich also am Ufer des oberen Zürichsees, kurz vor dem Startschuss zu meinem ersten Mitteldistanz-Abenteuer. Fünf Monate mit zum Teil hartem Training liegen hinter mir, und mein Aeromax-Coach Florian ist sicher, dass ich bereit bin. Ich denke noch, das wird bestimmt ein anstrengender Tag, da fällt pünktlich um Neun der Startschuss. Das Wasser ist saukalt, nur gerade 14,5 Grad. Darum wurde die Schwimmstrecke auch auf 1400 Meter verkürzt. Es dauert eine kleine Ewigkeit bis sich das Feld in Bewegung setzt. Nach knapp 30 Minuten verlasse ich das kalte Nass um mich so schnell wie möglich auf mein Rad zu schwingen. Sofort sind alle guten Vorsätze zum Thema Renneinteilung über Bord geworfen – ich gebe Vollgas. Um ja nicht wegen Windschattenfahrens erwischt zu werden überhole ich langsamer fahrende Konkurrenten (mehrheitlich verwunderte Männer) am liebsten sofort. Die Stimmung an der steilsten Rampe zum Witches Hill ist genial und trägt einen förmlich über die Steigung. Nach der Hälfte der Runde folgt eine rasante Abfahrt, die Beine freuen sich über ein paar lockere Kilometer. Bereits nach der ersten von zwei Radrunden bin ich deutlich schneller unterwegs als geplant, nach 90 Kilometern bleibt die Uhr bei 2 Stunden 44 Minuten stehen. Jetzt bin ich gespannt was die Beine noch hergeben. Die Laufstrecke führt über 3 Runden dem See entlang in die Altstadt und über 65 Stufen – Stairways to heaven – wieder zurück ins Grüne. Ich fühle mich auch nach mehr als der Hälfte immer noch super. Erst bei km 19 spüre ich, dass die Batterien langsam leer sind. Aber mit dem Ziel vor mir und einer Konkurrentin direkt hinter mir kann ich sogar noch einen Endspurt hinlegen. Dann endlich kommt die Ziellinie. Sie zu erreichen ist wohl das schönste aller Gefühle und entschädigt für alle Strapazen. Wer schon einmal einen Triathlon gefinisht hat, kann mir sicher zustimmen. Im Ziel warten meine Familie und Freunde. Der Blick auf die Uhr verrät mir eine Finisherzeit von 5 Stunden, 5 Minuten und 19 Sekunden. Das reicht für den sensationellen 7. Schlussrang. Jetzt habe ich aber genug von Powerbars und Spagetti. Und Wasser kriegen die Blumen. Auf Wiedersehen und vielleicht im nächsten Jahr!

FLORIAN KNOEPFEL'S BERICHT UEBER DIE
LANGDISTANZ WM IN CANBERRA 19.11.2006

Ich hatte dieses Jahr die Ehre als einziger Vertreter für die Schweiz an der erstmals in Uebersee ausgetragen WM in Canberra zu starten. Habe ja nun auch das Glück hier in Australien leben zu dürfen, deshalb war auch meine Anreise und Organisation relativ einfacher und kostengünstiger. Na ja, um es kurz zu sagen, meine persönliche Bestleistung habe ich nun an diesem Tag wohl sicherlich nicht erreicht, aber was für mich am Schluss am wichtigsten war, ist das Ziel zu erreichen. Nun mal zum Rennablauf: am Morgen um 6.30 gings mit dem Schwimmstart los, im Lake Burley Griffin, an einem wunderschönen Tag, und im Verlauf des Tages sehr heiss, mit 30 Grad und drüber.....zurück zum Schwimmen, nach 2 Runden und 4km kam ich einigermassen aus dem Wasser heraus, dann musste man einen recht langen Lauf in die Wechselzone vornehmen, danach gings auf die Radstrecke, 4x Runden von 32Km circa. Am Anfang fühlte ich mich recht ok, ab der Mitte von der zweiten Runde, fing mein linkes Knie an zu stechen, na super, dachte ich mir, und prompt wurde ich Runde um Runde langsamer, wie viele ja wissen, gehen einem diverse Gedanken durch den Kopf, was erwartet mich auf dem 30km Lauf, und wird das Knie schmerzen, was ist mit der Hitze usw, alles so super negative Gedanken. Als ich in die Wechselzone kam, und schon längstens mein vorgesehenes Ziel verpasst hatte, habe ich mich daran zurückerinnert, warum ich diesen Sport so mag, und der Gedanke vom Ziel zu erreichen so wichtig ist. Na gut, dann man los für einen langen Spaziergang, Knie tat weh, heiss war es, und Sonnenbrand kam auch noch dazu, aber ich hatte irgendwie meinen Spass, mit anderen Athleten Witze zu reissen , und besonders mit den Zuschauern, die Aussies und die recht zahlreichen Amis und Briten haben ihren guten Teil dazu beigetragen. Nach einer halben Ewigkeit (meine Partnerin hat wirklich eine wahnsinns Geduld mit mir), wobei ich dachte ich wäre in einem IM anstatt Langdistanz, kam ich endlich durch das Ziel, und konnte immer noch lächeln. Am Abend konnte ich dann, nach einer herzlichen Einladung vom Schweizer Botschafter, mir ein Bierchen und ein Paar Gläser Wein gönnen, dazu noch ein typischen BBQ, das einzige Problem war dass ich mich nicht besonders bequem anlehnen konnte, bedingt durch meinem "herrlichen" Sonnenbrand. Das Rennen wurde vom Dänen Sindballe vor dem Australier Alexander gewonnen (sehr knappes Resultat), bei den Frauen gewann Bella Comerford aus England vor Edith Niederfringer aus Italien.
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